Jüngst ist der DAX aus seiner mehrmonatigen Seitwärts-Konsolidierung ausgebrochen. Die amerikanischen Leitindizes S&P 500 und Dow Jones brechen von Allzeithoch zu Allzeithoch aus. Wir beobachten immer häufiger Trader, die sich gegen die Trendausbrüche stellen, anstatt diesen zu folgen. Wieso?

Wieso gegen den Trend stellen?

Nimmt ein Trend erstmal Fahrt auf, stellt sich diesem so schnell nichts mehr in den Weg. Schon gar nicht, wenn er solch eine lange Zeit konsolidierte. In solchen Situationen entlädt sich der ganze angestaute Druck, der sich in der Seitwärts-Phase angestaut hatte; Anleger springen entnervt mit auf den Zug, erste Short-Positionen müssen glattgestellt werden (durch Eröffnung einer Long-Position), Benchmark-orientierte Fonds müssen ebenso mit einsteigen, um den Anschluss an den Vergleichsindex nicht zu verlieren, usw. Die logische Folge; der Aktienmarkt steigt und steigt. Generiert ein Hoch, nach dem anderen. Jegliche Positionen zum Gegensteuern können somit eine Menge Geld kosten.

Doch wozu? In der Hoffnung, direkt am Hoch geshortet zu haben! In der Hoffnung, Kurse fallen wieder zurück zum Ursprung. Ich möchte ein Extrembeispiel geben; das Tief im März 2003 bei ca. 2.200 Punkten haben wir auch nicht mehr gesehen!

Ebenfalls beliebt sind hierbei der Verzicht auf Stop-Loss Order. In der Hoffnung, jene Kurse würden eben früher oder später zurückkommen. Dies mag in Seitwärts-Konsolidierungen funktionieren. Manchmal haben Trader auch in Trendphasen Glück und der Kurs kommt wieder einmal zurück zum Einstand oder kann womöglich noch leicht im Plus geschlossen werden. Doch dann gibt es ebenso Short-Positionen ohne Stop-Loss, die bestehen seit Anfang/Mitte des Jahres und haben einen Einstandskurs von 9.xxx Punkten.

Wie werden Trends gehandelt?

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Einfach blind mit auf den Zug springen. Natürlich nicht, Spaß beiseite! Auch in Trends müssen Einstiege geplant sein, da jeder Trend auch einmal zu Ende sein kann.

Wir von EWPIPS verfolgen den Ansatz, Trendphasen nach Mindestzielen zu folgen. Im Beispiel einer ABC/123 Formation; wir suchen den Einstieg einer Welle B. Diesen finden wir an den Fibonacci-Retracements inkl. untergeordneter Fibonacci-Extensions in Time als Cluster. An diesen Stellen können wir mit einem Stop-Loss von 10 Punkten in den Markt eintreten und bis zum Mindestziel der Welle C/3 bei 61,8% halten. Da die Welle C/3 in diesem Fall aus einem Impuls bestehen muss (5 Wellen) kann hierzu noch das Cluster der untergeordneten Welle 5 hinzugezogen werden. Somit wäre ein Chance-Risiko-Verhältnis von weit über 1 möglich (hier im Beispiel ein CRV von 7)

Sollte der Einstieg bei der Welle B nicht auf den Punkt geglückt sein, gibt uns die untergeordnete Wellenkonstellation die Ruhe, einen Trend nicht komplett verpassen zu müssen. Wie eben schon erwähnt, besteht hierbei eine solche Welle C/3 untergeordnet aus mind. 5 Wellen. Somit finden wir nach den untergeordneten Korrekturwellen 2/4 ebenfalls Einstiegsmöglichkeiten.

Wie wird gegen den Trend gehandelt?

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Für den Fall, dass Trader immer noch gegen den Trend handeln wollen (mit Stop-Loss), möchte ich das eben aufgeführte Beispiel aus Short-Richtig zeigen; die in diesem Fall übergeordnete Welle C/3 sollte lediglich an zwei bzw. drei Punkten versucht geshortet zu werden. Nach der Welle 1 (jedoch Problem der Basiswelle), nach der Welle 3 (jedoch Problem der impulsivsten Welle) oder nach der 5 am Mindestziel der übergeordneten Welle C. Ich möchte dabei allerdings erwähnen, dass das Chance-Risiko-Verhältnis bei den ersten beiden Varianten mehr als bescheiden sein werden. Bei einem Stop-Loss von 10 Punkten ist zumeist ein CRV von 1 zu erwarten. Ohne Berücksichtigung der bereits angefallenen Fehltrades. Lediglich beim Mindestziel könnte eine häufig angestrebte Kurskorrektur von 50-62% der vorherigen Bewegung angesteuert werden (50% von 70 Punkte = 35 Punkte, sprich ein CRV von 3,5). Allerdings drehen starke Trendphasen häufig bereits am 23,6er/38,2er Fibonacci-Retracement.

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4 Comments
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